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Polizeistation und Zigarettenfolter

Eigentlich begann die letzte Woche ziemlich gut. Wir bekamen unsere zweite Lehrerin Dr. Afnan, die extrem motiviert und aktiv in die Klasse trat und mit der die Stunde wie im Fluge verging. Außerdem habe ich jetzt eine Tandempartnerin namens Noor (oder Nur, was  so viel wie Licht heißt )

Eine weitere ganz großartige Sache ist, dass Sebastian und ich endlich eine neue Wohnung gefunden haben. Die ist riesig und toll und groß und alles. Leider gibt es jetzt dann doch auch ein paar negative Sachen, aber wer hat schon die perfekte Wohnung? Ist sonst eh langweilig Mit der neuen Wohnung war es dann auch so weit, sich polizeilich zu melden…

Bei der besagten Polizeistation war ich schon ein Mal, war aber gerade angekommen, als alle Computer heruntergefahren waren. Welche Computer die meinten wusste ich auch nicht genau. Gesehen habe ich jedenfalls keine. Dafür habe ich um so mehr uniformiert und finster dreinblickende Menschen gesehen. Ich war mir unsicher, ob ich da einfach so wieder raus komme. Alle Fenster waren vergittert und es gab sogar ne Zelle, in der 2 Leute waren. Schon auch gruselig. Dann  bekam ich erst  Mal ein Formular zum ausfüllen. Hab ich dann auch alles schön ausgefüllt, habe dann auch meinen Pass kopiert und dachte das war es dann. Pustekuchen.  Nächster Schritt war es Fingerabdrücke zu geben. Aber nicht so elektronisch. Ne, ne. Altmodisch mit Papier und diesem schwarzen Zeug, was man dann auf die Hände geschmiert bekommt. Das Büro, in dem das gemacht wurde musste man aber auch erst Mal finden. Ich habe mich auch gefragt, wozu es so viele Büros gibt. Da wurde eh nicht gearbeitet. Auch egal. Ich hab dann jedenfalls meine Fingerabdrücke abgegeben und musste dann zur nächsten Station, um mir die nächsten Stempel abzuholen. Eh so eine Unart. Überall bekommt man Stempel. Man läuft von A nach B bekommt dann einen Stempel, den man bei A zeigt, um bei A einen Stempel für C zu bekommen. Sogar im Kaufhaus läuft das so. Mit Druckerschwärze und als Stempelproduzent wird man hier also reich. Das nur als kleiner Exkurs… Jedenfalls  hat man sich den Pass bei der nächsten Station so rischtisch angeguckt. Das auf dem Bild kann ja auch jemand anders sein.  Bis dann der ältere Chef kam. Der war super nett und meinte nur, jaja, hier ist das Visum. Viel Spaß noch. Uff, das war geschafft… und keine Sorge Zigaretten kommen noch xD

Am Wochenende ging es dann ab nach Wadi Ram oder Wadi Qamr (Wadi heißt im übrigen Tal und Qamr Mond). Ein wunderschönes Wüstental. Hier habe ich eine  verrückte Jeep tour mitgemacht. Das war auch ziemlich abenteuerlich. Mit Dünen und viel Sand (klaro, is inner Wüste) und hohem Tempo. Wir haben auch Drehorte von Lawrence von Arabien gesehen und der Sonnenuntergang war ein Träumchen sag ich euch. Hinfahren!

  Zurück im Wüstencamp gab es eine Beduinenparty mit Tanz und Essen. Wir hatten dann aber alle irgendwie keinen Bock,  waren voller Sand, müde und wollten ins 5-Sterne Hotel nach Akkaba. Auch das war ein Träumchen… Die Zimmer hatten echte Betten, echten Wasserdruck, waren sauber und luden einfach zu einer Mütze Schlaf ein. Das Frühstück am nächsten Morgen war der Hammer. Es gab alles was das Herz begehrt und noch mehr! Das  will ich wieder. Naja, dann ging es ans Rote Meer. Kaum aus dem Bus, ging es dann auch ins Wasser. Ich war keine Minute drin dachte ich mir. Hmm, zieh dir lieber Schuhe an, wer weiß, was alles am Boden liegt. Zu spät gedacht Zack in den nächsten Seeigel getreten. Das macht keinen Spaß. Raus aus dem Wasser und Hilfe gesucht. Dann kam der Busfahrer und jemand vom Hotel. Die und weiter meinten. Es gibt nur eins, was wir jetzt total schnell machen müssen. Die Wunden schließen, oder so. Ich kann kein Arabisch, wenn es um Fuß, Seeigel und auaweh geht. Naja die holten dann Zigaretten raus und wollten mir die an die Wunde halten, also die brennenden ist klar. Na gut, wenn das alle sagen, sogar Leute, die aus der Unigruppe waren, mach ich das eben. Fehler! Danach hatte ich also sowohl Seeigel im Fuß als auch Brandblasen. Scheiße. Naja, der Tag war für mich dann auch gegessen… War ja auch schon um 12 und 16:30 wollten wir zurück fahren. Am nächsten Tag (Sonntag) bin ich dann ins Krankenhaus. Ich habe gefühlt 100 Leuten im KH erzählt was mir fehlt. Darunter  mindestens 80 Ärzten. Nach 2 ½ Stunden wurde mir dann auch geholfen. Der Arzt meinte auch, dass er das mit der Zigarette kenne, aber das der größte Unsinn sei. Wozu gibt’s denn Ärzte? Jooo… Alle Stachel wurden mit Nadel und Pinzette raus gepuhlt. Auch das macht keinen Spaß! Naja als dann alles raus war, ging der Arzt und meinte er schickt gleich jemanden zum verbinden und auch für Medikamente. Nach 30 Minuten war dann auch jemand da, der mich verband. Medikamente gab es keine. Zahlen musste ich auch nix und auch sonst wurde ich nix weiter befragt. Mittlerweile geht es mir auch wieder gut. Ich sterbe als vermutlich nicht an den Folgen von Seeigelstacheln. Ihr seht mich also wieder und werdet auch in Zukunft von mir lesen

12.10.11 17:21
 


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